Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein

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Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein

 

1. Strophe

Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein,

es ruhn Schäfchen und Vögelein.

Garten und Wiese verstummt, 

auch nicht ein Bienchen mehr summt.

Luna mit silbernem Schein 

gucket zum Fenster herein.

Schlafe beim silbernen Schein.

Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein.

 

2. Strophe

Auch im Schlosse schon liegt

alles in Schlummer gewiegt,

reget kein Mäuschen sich mehr,

Keller und Küche sind leer.

Nur in der Zofe Gemach

tönet ein schmelzendes “Ach”.

Was für ein “Ach” mag dies sein?

Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein.

 

3. Strophe

Wer ist beglückter als du?

Nichts als Vergnügen und Ruh!

Spielwerk und Zucker vollauf

und auch Karossen im Lauf.

Alles besorgt und bereit,

das nur mein Prinzchen nicht schreit.

Was wird das künftig erst sein?

Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein.

 

 

Klassisches Kinderlied / Deutsches Volkslied

Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein

Text: Friedrich Wilhelm Gotter, aus dem Schauspiel „Esther“ 1796

Musik: lange W.A. Mozat (KV 350), dann Bernhard Flies zugeschrieben, 

nach neueren Forschungen von Friedrich Anton Fleischmann