Schlaf in guter Ruh

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Schlaf in guter Ruh

 

1. Strophe

Schlaf in guter Ruh, tu die Äuglein zu, 

höre, wie der Regen fällt, hör, wie Nachbars Hündchen bellt: 

Hündchen hat den Mann gebissen, hat des Bettlers Kleid zerrissen,

Bettler läuft der Pforte zu, schlaf in guter Ruh.

 

2. Strophe

Still, mein süßes Kind, draußen weht der Wind.

Häschen, Häschen spitzt das Ohr, sieht aus langem Gras hervor:

Jäger kommt im grünen Kleide, jagt das Häschen aus der Weide,

Häschen läuft geschwind, geschwind, still, mein süßes Kind. 

 

3. Strophe

Schlaf die Wänglein rot, hast noch keine Not. 

Täubchen fliegt auf Feld und Flur, fliegt und sucht ein Körnchen nur:

Ach! Die Kleinen, still und bange, sprechen: ”Mutter bleibt so lange”,

Mutter bleibt bis Abendrot: Schlaf, hast keine Not. 

 

4. Strophe

Kannst nur ruhig sein, Bettler kehrt schon ein. 

Häschen schläft auf Stacheldorn, Häschen liegt nun schon im Korn, 

Täubchen füttert seine Jungen, Vöglein hat nun ausgesungen, 

müd ist alles, groß und klein, schlaf nur ruhig ein. 

 

 

Klassisches Kinderlied / Deutsches Volkslied

Schlaf in guter Ruh

Text: Stephan Schütze, 1771-1839

Musik: Wilhelm Taubert, 1811-1891, Nr. 5 aus „Zwölf Gesänge“ op. 27, Heft 1