Schlaf, Herzenssöhnchen

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Schlaf, Herzenssöhnchen

 

 1. Strophe

Schlaf, Herzenssöhnchen, mein Liebling bist du,

schließe die blauen Guckäugelein zu.

Alles ist ruhig und still wie im Grab,

schlaf nur, ich wehre die Fliegen dir ab.

 

2. Strophe

Jetzt noch, mein Püppchen, ist goldene Zeit, 

später, ach später ist's nimmer wie heut;

stellen erst Sorgen ums Lager sich her,

Herzchen, da schläft sich's so ruhig nicht mehr. 

 

3. Strophe

Engel vom Himmel, so lieblich wie du, 

schweben ums Bettchen und lächeln dir zu.

Später zwar steigen sie auch noch herab,

aber sie trocknen nur Tränen dir ab.

 

4. Strophe

Schlaf, Herzenssöhnchen, und kommt gleich die Nacht,

sitzt deine Mutter am Bettchen und wacht,

sei es so spät auch und sei es so früh,

Mutterlieb, Herzchen, entschlummert doch nie. 

 

 

Klassisches Kinderlied / Deutsches Volkslied

Schlaf, Herzenssöhnchen

Text: Franz Carl Hiemer 1786-1822

Musik: Carl Maria von Weber 1786-1826, Nr. 2 aus „Fünf Gesänge mit Gitarre“ op. 13