Hört, ihr Herrn, und lasst euch sagen

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Hört, ihr Herrn, und lasst euch sagen

 

1. Strophe

Hört, ihr Herrn, und lasst euch sagen

unsre Glock hat zehn geschlagen!

Zehn Gebote setzt’ Gott ein;

gib, dass wir gehorsam sein!

Menschenwachen kann nichts nützen,

Gott muss wachen, Gott muss schützen;

Herr, durch deine Güt und Macht,

schenk uns eine gute Nacht!

 

2. Strophe

Hört, ihr Herrn, und lasst euch sagen

unsre Glock hat elf geschlagen!

Elf der Jünger blieben treu;

hilf, dass wir im Tod ohn Reu.

Menschenwachen kann nichts nützen,

Gott muss wachen, Gott muss schützen;

Herr, durch deine Güt und Macht,

schenk uns eine gute Nacht!

 

3. Strophe

Hört, ihr Herrn, und lasst euch sagen,

unsre Glock hat zwölf geschlagen!

Zwölf, das ist das Ziel der Zeit;

Mensch bedenk die Ewigkeit!

Menschenwachen kann nichts nützen,

Gott muss wachen, Gott muss schützen;

Herr, durch deine Güt und Macht,

schenk uns eine gute Nacht!

 

4. Strophe

Hört, ihr Herrn, und lasst euch sagen

unsre Glock hat eins geschlagen!

Eins ist allein der ew’ge Gott,

der uns trägt aus aller Not!

Alle Sternlein müssen schwinden

und der Tag wird sich einfinden.

Danket Gott, der uns die Nacht

hat so väterlich bedacht.

 

 

Klassisches Kinderlied / Deutsches Volkslied

Hört ihr Herrn und lasst euch sagen

Text: Nachtwächterlied aus dem 18. Jahrhundert in sieben Strophen 

nach Erk Böhme, „Deutscher Liederhort“, 1893/94

Musik: Nach einem Choral aus dem „Nürnberger Gesangbuch“ von 1731