Es schaukeln die Winde

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Es schaukeln die Winde

 

 

1. Strophe

Es schaukeln die Winde das Nest in der Linde,

da schließen sich schnell die Äuglein hell.

Da schlafen vom Flügel der Mutter gedeckt

die Vögelchen süß bis der Morgen sie weckt.

 

2. Strophe

Bei Mütterlein liegen die Lämmer und schmiegen 

ans Fell sich so dicht und regen sich nicht.

Sie atmen so leise und werden erst wach beim 

Zwitschern der Schwalben hoch oben am Dach.  

 

3. Strophe

Nur einzig die Sterne am Himmel so ferne,

ob groß oder klein, sie schlafen nicht ein,

sie schließen die strahlenden Augen nicht zu,

sie legen sich nicht mit den andern zur Ruh.

 

4. Strophe

Wenn aber mit Lachen die Kinder erwachen,

das Lämmchen sich reckt, der Vogel sich streckt,

dann müssen die Sterne, ob groß oder klein

sie müssen ins himmlische Bettchen hinein.

 

5 Strophe

Denn der darf nicht singen am Morgen und springen,

wer während der Nacht herumtollt und wacht.

Drum schlaf nur, mein Liebling, schlaf  selig und fest,

wie’s Lämmchen im Stall, wie der Vogel im Nest!

 

 

Klassisches Kinderlied / Deutsches Volkslied

Es schaukeln die Winde

Text: Elisabeth Ebeling 1828-1905 

Musik: Engelbert Humperdinck 1854-1921